Aufruf zur Demo gegen die 19. nd.Vo zu Psilopilzen am 2.2.05 ab 10 Uhr in Berlin


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Abgeschickt von am 29 Januar, 2005 um 16:48:52

Liebe Leute,
am Mitwoch, 2..02.05 ab 11 Uhr bert der Bundesrat in Berlin ber die 19. BtMG-nd.Vo, in der unter anderem Psilopilze - nun juristisch wasserdicht - endgltig illegalisiert werden sollen.

Hierzu haben wir ab 10 Uhr vor dem Bundesrat eine Demo polizeilich angemeldet, wir haben vorlufig ein Transparent (weitere Transparente sehr willkommen), sowie zum Verteilen einen Flyer (s. unten) und unsere Zauberpilzbroschren in der neusten Auflage vom Nov. 2004, ggf. machen wir auch einen Infostand hierzu.

Der vorlufige Versammlungsort in der Demo-Anmeldung ist die Ecke Wilhelmstrasse / Leipzigerstrasse beim Bundesrat (Berlin-Mitte), wir versuchen aber noch die Demo direkt in der Nhe des Einganges zum Bundesrat abzuhalten, hierfr ist aber eine Ausnahmegenigung des Bundesinnenministeriums notwendig (unsicher ob wir diese bekommen).

Das Fernsehen (ARD) (s.u.) und die Presse, die von unserer polizeilichen Demoanmeldung irgendwie erfahren haben, wollen auch kommen und berichten, es wre also gut, wenn mglichst viele kommen und Ihren Protest ausdrcken.

Also - kommt in Massen zu dieser Kundgebung, zeigt Euren Protest gegen diese weitere unsinnige und ungerechte Verschrfung des Betubungsmittelgesetzes (BtMG).

Joachim (LAG Drogen Berlin)
Anhang A:
Text des Flugblattes zur Demo

Zauberpilze gehren nicht in das Betubungsmittelgesetz (BtMG) !

Psilocybinhaltige Pilze, von den Konsumenten wegen deren bewusstseinsverndernden Wirkungen auch Zauberpilze genannt, sollen demnchst unter die Strafvorschriften des Betubungsmittelgesetzes (BtMG) fallen. Aufgrund einer "Rechtslcke" in diesem BtMG war der Besitz dieser Pilze, die auch in freier Natur berall bei uns zu finden sind, bislang faktisch straffrei. Um diese Rechtslcke zu schliessen, hat das Bundesministerium fr Gesundheit eine 19. nderungsverordnung (nd.Vo.) erstellt, die am 2.02.2026 im Gesundheitsausschuss des Bundesrates beraten und einige Wochen spter im Bundesrat verabschiedet werden soll. Als Vorwand eines Verbotes dieser Pilze dient dabei deren angebliche Gefhrlichkeit, insbesondere soll der Konsum der Pilze mit einem relativ hohen Risiko zu Wahnsinn und Schizophrenie fhren.

Fr diese Behauptungen gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Beweise, wissenschaftlich hingegen ist durch zahlreiche nationale und internationale Gutachten belegt:

* Diese Pilze sind praktisch ungiftig, man msste - wie Tierversuche aufzeigen - etwa 20 bis 40 kg frische Pilze auf einmal essen, um an einer berdosis der Wirksubstanz Psilocybin zu sterben
* Auch nach langjhrigem wiederholten Konsum dieser Pilze wurden bei den Konsumenten dieser Pilze keine Organschdigungen festgestellt.
* Da der Konsum nur vernderte Sinneseindrcke, jedoch nicht starke Glcksgefhle (versucht durch den Botenstoff Dopamin im Gehirn) auslst, erzeugt ein auch regelmssiger Konsum dieser Pilze im Unterschied zu den meisten legalen (Nikotin, Alkohol) und illegalen Drogen keine krperliche oder geistige Abhngigkeit..
* Bei blichen Konsummengen (20 bis 50 g frische Pilze) wird die Umwelt optisch etc. verndert wahrgenommen und es werden vllig neue spirituelle bzw. Ich-Erfahrungen gesammelt. Man weiss jedoch immer noch, dass das Erlebte nur Fiktion und keine echte Realitt ist (anders als z.B. im Alkoholdelir). Es gibt demnach - wie oft nachgesagt - auch keine Unflle nach Konsum dieser PIlze, weil sich z.B. jemand aus dem Fenster strzt, weil er glaubte nun fliegen zu knnen.
* Die einzige mgliche Gefahr sind sog. "schlechte Erfahrungen" (bad trips), weil die vernderte Reizberflutung nach Pilzkonsum insbesondere bei Personen unter 18 Jahren oft nicht verkraftet wird; hierfr liegt das Risiko bei 1 bis 5 %. Diese Panikanflle sind aber relativ harmlos, da diese nicht lnger als die Pilzwirkung (max. 4-6 Stunden) andauern, und durch beruhigendes Zureden von Auenstehenden, sowie notfalls auch mit Valium, in der Regel einfach beendet werden knnen.
* Nur in uerst seltenen Fllen (geschtzt ca. 10 - 30 Flle pro Jahr in Deutschland bei ca. 500.000 Pilzkonsumenten hier, Rsiko = ca. 0,001 %) knnen sich auch lngerfristige geistige Strungen bis hin zu Psychosen ausbilden. Aufgrund der medizinischen Fallberichte hierzu bleibt jedoch zweifelhaft, ob eindeutig diese Pilze diese Psychosen verursachten, da in praktisch allen Fllen bei den Betreffenden eine latente Psychose entweder bereits vorher vorlag und / oder neben diesen Pilzen immer auch noch Alkohol bzw. andere Drogen konsumiert worden waren.

Zusammenfassend: Verglichen etwa mit der legalen Droge Alkohol (Tod bei berdosierung, Leber- und Hirnschden sowie hohes Suchtpotential bei hohem Dauerkonsum) ist das Gesundheitsrisiko dieser Pilze extrem gering. Zu gleichen Ergebnissen kam auch eine wiss. Regierungskommission (die CAM, s. umseitige Zusammenfassung) in den Niederlanden, weshalb diese Pilze dort seit 2003 als legale Lebensmittel, wie Champignons, gehandelt und in andere EU-Staaten exportiert werden knnen.

Diese 19. ndVo. zu den Psilocybinpilzen entbehrt den wiss Grundlagen, wurde ohne ausreichende Sachverstndigen-Anhrungen durchgefhrt, und darf deshalb nicht in Kraft treten, da dann Tausende ansonsten unbescholtener Brger(innen) als Zauberpilzkonsumenten knftig einer unsinnigen und ungerechten Strafverfolgung (Geld- bis hohe Gefngnisstrafen) ausgesetzt werden.

Wehren wir uns - keine Zauberpilze in das Betubungsmittelgesetz !

* Landesarbeitsgemeinschaft Drogen Berlin, Bndnis 90 Die Grnen
* Bundesnetzwerk Drogenpolitk, Bndnis 90 / Die Grnen
* Gne Jugend, Bundesverband

Anhang B
Mail von Polylux, einem Fernsehmagazin

Lieber joachim eul,
hier ein paar zeilen, die sie mit rumschicken knnen:

Das Fersehmagazin Polylux (ARD) will einen Beitrag zum Thema Magic Mushrooms vor dem Hintergrund der aktuellen Gesetztesverschrfung machen. Um das realisieren zu knnen, brauchen wir noch Leute aus der Community/KonsumentInnen/HndlerInnen v.a. aus der Raum Berlin, die bereit sind, sich im Interview fr den legalen Konsum von Pilzen einzusetzen.

danke frs weiterleiten und hoffentlich bis mittwoch


www.bndrogenpolitik.de/



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